Baugrund
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Für das Stadtgebiet Bremen wurden umfangreiche Untersuchungen des Baugrundes durchgeführt. Die Ergebnisse von Baugrundtypen sind in der Baugrundkarte von 1980 (M. 1:10.000) mit ergänzenden Auswertungskarten dargestellt. Für Bremerhaven konnte 2004 die Grundwasser- und Geotechnische Planungskarte auf der Basis aktueller Auswertungen erstellt werden. Für Detailplanungen werden bestehende Bohrdaten bereits im Vorfeld von Baumaßnahmen zu Rate gezogen. Zu Bebauungsplänen werden Stellungnahmen als Träger öffentlicher Belange erstellt. Informationen über den Baugrund in Bremerhaven sind in der vom GDfB erarbeiteten Grundwasser- und geotechnische Planungskarte Bremerhaven dargestellt, die beim Magistrat der Stadt Bremerhaven erhältlich ist. | |
Verwertungsfähigkeit von Bodenaushub
In Norddeutschland treten in Niederungs- und Küstengebieten im wassergesättigten
Untergrund von Böden oder Sedimenten häufig große Mengen an Eisensulfiden auf. Diese haben sich auf natürliche Weise in den letzten 8000 Jahren gebildet. Die gebildeten Eisensulfide sind stabil, solange reduzierende Bedingungen erhalten bleiben.
Bei einem Aushub eines solchen Bodens und dem Kontakt mit Luftsauerstoff, werden die
Eisensulfide oxidiert und Säure freigesetzt. Auf diese Weise kann es zu einer starken Versauerung des Bodens kommen. Hierbei werden pH-Werte von pH 2 - 4 erreicht. Bei derartig niedrigen pH-Werten nimmt die Mobilität von Schwermetallen deutlich zu. Ebenso treten hohe Konzentrationen von Aluminum, die pflanzenschädigend wirken können, und hohe Sulfatkonzentrationen auf (oft mehrere 1000mg/l). In einem gemeinsamen Projekt mit dem Fachbereich 5 der Universität Bremen wurde eine Handlungsempfehlung
zur Bewertung des Versauerungspotentials von
Aushubmaterial durch reduzierte anorganische
Schwefelverbindungen erarbeitet. Die Förderung des Projektes erfolgte durch das Land Bremen aus dem
Förderprogramm Angewandte Umweltforschung AUF. Download der Handlungsempfehlung
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